Worauf es beim Poolholz wirklich ankommt
Holz für einen Pool muss drei zentrale Anforderungen erfüllen, und hier gibt es keine Kompromisse. Erstens braucht es eine natürliche Resistenz gegen Feuchtigkeit und Fäulnis. Wasser ist der ständige Begleiter – ob Spritzwasser, Regen oder Bodenfeuchte. Holzarten mit niedriger Dauerhaftigkeitsklasse nach DIN EN 350-2 werden Sie schnell bereuen. Cumaru, Ipe und Bangkirai gehören zur Klasse 1 bis 2 und halten dauerhaft stand. Sibirische Lärche und Douglasie sind ebenfalls bewährte Optionen für Spritzwasserbereiche, da sie natürlich gegen Pilze und Insektenbefall geschützt sind. Thermoholz wie Thermo-Esche bietet durch sein Erhitzungsverfahren zusätzliche Pilzresistenz, ohne dass Sie zu Tropenholz greifen müssen. Zweitens zählt die Langzeitstabilität. Ein Pool ist kein Möbelstück – es ist eine Investition, die Jahrzehnte halten soll. Billigholz mit geringem Kernholzanteil wird unter Feuchtigkeitslast arbeiten, verziehen und reißen. Qualitätsgesortiertes Holz mit hohem Kernholzanteil behält seine Form. Hier lohnt sich der höhere Preis wirklich, denn Reparaturen und Austausch kosten später deutlich mehr.
Konstruktiver Holzschutz schlägt jede Oberflächenbehandlung
Die beste Holzart nutzt wenig, wenn die Konstruktion falsch geplant ist. Wasser muss ablaufen können – nicht unter dem Pool stehen bleiben. Das bedeutet konkret: Sie verlegen die Unterkonstruktion mit Gefälle, halten Abstand zwischen den Dielen von einigen Millimetern und garantieren gute Belüftung. Direkter Bodenkontakt ist tabu. Bodenvlies und Kies unter der Konstruktion sind nicht optional, sondern essentiell – sie verhindern, dass Staunässe die Holzstützen zersetzt.

Befestigen Sie alles mit rostfreiem Stahl (sichtbare Schrauben rosten und hinterlassen hässliche Flecken). Verdeckte Befestigung mit Clips von unten ist die elegante Lösung. Sockelblenden schließen die Konstruktion ab und wirken ordentlich.
Oberfläche und Anforderungen an Barfußbereiche
Die Oberfläche bestimmt das tägliche Erlebnis. Holz für Poolumrandungen muss splinterarm und barfußfreundlich sein – das ist nicht verhandelbar. Cumaru und Ipe sind hier Ihre besten Wahl, da sie eine feine, glatte Oberfläche bieten und minimal ausbluten. Bangkirai kann unter Umständen Farbstoffe ausbluten lassen, was optisch störend wirkt. Gerillte oder gebürstete Oberflächen bieten bessere Rutschhemmung bei Nässe und sind besonders sinnvoll, wenn Kinder oder ältere Menschen den Pool nutzen. Glatte Dielen sind aktuell im Trend, da Reinigung und Pflege unkompliziert sind.
UV-Licht führt zu Ausbleichen und Vergrauung – das beeinträchtigt die Stabilität nicht, wirkt aber schnell ungepflegt. Pigmentierte Pflegeöle schützen die Farbe und können Vergrauung rückgängig machen. Planen Sie zwei Tage für das Ölen ein: Tag eins für gründliche Reinigung mit leicht alkalischem Reinigungsmittel, Tag zwei für den Ölauftrag an windstillen, bewölkten Tagen. Nach dem letzten Ölauftrag braucht das Holz 24 Stunden zum Trocknen. Diese regelmäßige Pflege ist der Schlüssel, damit Ihr Poolholz über Jahre hinweg seine Schönheit und Funktionalität behält.
Die richtigen Holzarten für Ihren Pool
Tropische Hölzer für maximale Langlebigkeit
Tropische Hölzer wie Cumaru, Ipe und Bangkirai bewähren sich in der Poolpraxis als zuverlässigste Optionen. Sie gehören zur Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2 nach DIN EN 350-2 und halten in Spritzwasserbereichen problemlos 20 bis 25 Jahre. Cumaru bietet dabei den besten Kompromiss: Es splittert kaum, blütet nicht aus und lässt sich elegant bearbeiten – Nuten für verdeckte Befestigungen sind möglich und erhöhen die Optik erheblich. Ipe überzeugt durch extreme Härte und Elastizität zugleich, was Verschleiß minimiert. Bangkirai besticht durch sein rotes Gelbtonspiel, kann aber unter Umständen Farbstoffe ausbluten lassen, was optisch störend wirkt und regelmäßigeres Ölen erfordert.
Beim Kauf achten Sie auf PEFC- oder FSC-Siegel – das garantiert nachhaltige Waldbewirtschaftung und ist bei hochqualitativen Anbietern Standard. Diese Zertifizierungen sichern, dass Ihre Poolinvestition ökologisch verantwortbar entsteht.
Einheimische Hölzer als vollwertige Alternative
Einheimische Hölzer sind eine vollwertige Alternative, wenn Sie die richtige Wahl treffen. Sibirische Lärche und Douglasie bieten natürliche Resistenz gegen Pilze und Insektenbefall und eignen sich ausgezeichnet für Spritzwasserbereiche. Thermoholz wie Thermo-Esche wird durch Erhitzungsverfahren behandelt und entwickelt dadurch zusätzliche Pilzresistenz und Wasserabweisung – ohne dass Sie zu Tropenholz greifen müssen. Die dunkere Oberflächenbehandlung wirkt modern und elegant.
Diese einheimischen Varianten sind ökologisch sinnvoll und reduzieren Transportwege erheblich. Allerdings verlangen sie konsequente Pflege: Regelmäßiges Ölen schützt vor UV-Ausbleichung und Vergrauung, die zwar die Stabilität nicht gefährden, aber das Erscheinungsbild schnell ungepflegt wirken lassen. Der höhere Pflegeaufwand ist der Preis für die regionale Herkunft.
WPC als pflegeleichte Moderne
Holzwerkstoffe wie WPC (Wood-Polymer-Composite) sind eine ernstzunehmende Alternative für anspruchsvolle Kunden, die Pflegeleichtigkeit bevorzugen. WPC besteht bis zu 75 Prozent aus Holzfasern und Kunststoff und benötigt kein Ölen oder Streichen – ein großer Vorteil gegenüber Massivholz. Die gebürstete Oberflächenstruktur bietet gute Rutschhemmung bei Nässe und ist barfußfreundlich. Allerdings wirkt WPC nicht ganz so natürlich wie reines Holz, und in heißer Sonne kann sich die Oberfläche unangenehm aufheizen.

Die Trendfarben Grau und Anthrazit lassen sich elegant mit modernen Gartenmöbeln kombinieren. WPC ist teurer in der Anschaffung, zahlt sich aber durch minimale Instandhaltung langfristig aus. Für Pools mit gehobenem Anspruch und wenig Lust auf regelmäßige Holzpflege ist WPC eine berechtigte Wahl – die Entscheidung hängt davon ab, ob Sie den natürlichen Charakter von Massivholz oder die Wartungsfreiheit bevorzugen.
Poolholz richtig pflegen und schützen
Oberflächenbehandlung mit System
Die beste Holzart nützt wenig, wenn Sie die Oberfläche vernachlässigen. Bei Massivholz entscheidet die richtige Behandlung darüber, ob Ihr Pool nach fünf Jahren noch strahlend aussieht oder grau und unansehnlich wirkt. Ein zweistufiges Vorgehen bewährt sich: Zunächst reinigen Sie das Holz gründlich mit einem leicht alkalischen Reinigungsmittel und lassen es vollständig trocknen. Danach tragen Sie pigmentierte Pflegeöle auf – dank hochwirksamer UV-Blocker schützen diese Ihr Holz vor Vergrauung und Austrocknung, ohne den natürlichen Farbton zu verändern.
Planen Sie für diesen Prozess zwei volle Tage ein und arbeiten Sie an windstillen, bewölkten Tagen. Am ersten Tag führen Sie die gründliche Reinigung durch und lassen das Holz trocknen. Am zweiten Tag tragen Sie das Öl schrittweise auf und polieren die Flächen nach.

Nach dem letzten Ölauftrag benötigt das Holz mindestens 24 Stunden zum Durchtrocknen, bevor der Pool wieder genutzt wird. Tropische Hölzer wie Cumaru und Ipe benötigen diese Behandlung etwa alle zwei bis drei Jahre, während einheimische Hölzer und Thermoholz häufiger gepflegt werden sollten – idealerweise jährlich vor der Badesaison. WPC dagegen benötigt keine Oberflächenbehandlung und lässt sich einfach mit dem Hochdruckreiniger reinigen, was den Wartungsaufwand erheblich reduziert.
Regelmäßige Inspektionen als Frühwarnsystem
Inspektionen sind Ihr frühes Warnsystem gegen Schäden. Kontrollieren Sie monatlich, ob Wasser unter der Konstruktion staut oder ob die Dielen arbeiten und sich verziehen. Achten Sie besonders auf die Stellen, wo Holz auf Metall trifft – hier bildet sich schnell Rost, der dunkle Flecken hinterlässt. Rostfreier Stahl mit Molybdänanteil verhindert dies zuverlässig und macht die Befestigungen besonders widerstandsfähig gegenüber Chloriden und Säuren. Überprüfen Sie die Belüftung unter dem Pool: Kies und Bodenvlies sollten nicht verdichtet sein, sondern Wasser schnell ablaufen lassen.
Kleine Risse sind normal und beeinträchtigen nicht die Stabilität, aber sie können Eintrittspforten für Feuchtigkeit werden – füllen Sie diese mit geeignetem Holzöl auf. Wenn Sie Verfärbungen, Pilzflecken oder ausgefaserte Stellen feststellen, handeln Sie sofort: Eine gründliche Reinigung mit Entgrauer und harter Bürste oder Dampfreiniger behebt diese Probleme meist vollständig. Bei Harthölzern können Sie nach der Reinigung leicht abschleifen und anschließend erneut ölen – das kostet wenig Zeit und bewahrt das Holz vor Schäden.
Saisonale Aufmerksamkeit im Herbst und Frühjahr
Im Herbst und Frühjahr ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten, wenn Laub und Feuchtigkeit zunehmen. Entfernen Sie Laub regelmäßig von der Oberfläche und sorgen Sie dafür, dass Wasser nicht in Rissen stehen bleibt. Diese beiden Jahreszeiten (besonders der Übergang von Herbst zu Winter) stellen die höchsten Anforderungen an Ihre Poolkonstruktion, da Feuchtigkeitsstau und organische Ablagerungen zusammenkommen. Eine wöchentliche Oberflächenreinigung in dieser Zeit verhindert, dass Pilze und Algen Fuß fassen. Achten Sie darauf, dass die Entwässerung unter dem Pool nicht durch Laub oder Verschmutzung blockiert wird – dies ist die häufigste Ursache für vorzeitigen Holzverschleiß.
Abschließende Gedanken zum Holz für Poolbau
Die Wahl der richtigen Holzart entscheidet über Langlebigkeit, Ästhetik und Pflegeaufwand Ihrer Investition. Cumaru und Ipe setzen den Standard für tropische Hölzer – sie bieten maximale Dauerhaftigkeit von 20 bis 25 Jahren, splittern kaum und entwickeln eine edle Patina. Sibirische Lärche und Thermoholz wie Thermo-Esche sind vollwertige Alternativen, wenn Sie regionale Herkunft und Nachhaltigkeit bevorzugen, während WPC die Wahl für anspruchsvolle Kunden bleibt, die Pflegeleichtigkeit über natürliche Optik stellen. Qualität ist nicht verhandelbar – Billigholz mit geringem Kernholzanteil wird unter Feuchtigkeitslast arbeiten, verziehen und reißen, während Reparaturen später deutlich mehr kosten als die Mehrausgabe für hochwertige Materialien.
Die korrekte Verarbeitung ist ebenso entscheidend wie die Holzart selbst. Konstruktiver Holzschutz schlägt jede Oberflächenbehandlung: Gefälle in der Unterkonstruktion, Abstand zwischen den Dielen, gute Belüftung und rostfreier Stahl verhindern, dass Wasser staut und Fäulnis entsteht. Bodenvlies und Kies sind nicht optional, sondern essentiell, während verdeckte Befestigung mit Clips elegant wirkt und vor Rostflecken schützt – diese Details bestimmen, ob Ihr Pool nach zehn Jahren noch funktioniert oder bereits Schäden zeigt.
Mit der richtigen Holzart, solider Konstruktion und regelmäßiger Pflege (etwa alle zwei bis drei Jahre Ölen bei tropischen Hölzern) bleibt Ihr Pool Jahrzehnte lang ein Ort der Freude. Die anfängliche Sorgfalt bei Material und Verarbeitung zahlt sich durch Stabilität, Schönheit und minimale Reparaturen aus. Kontaktieren Sie uns bei Richter Garten, um zu erfahren, welche Holzart zu Ihrem Garten und Ihren Ansprüchen passt.
